Radebeuler HV – NSG HB Chemnitz 19:21 (10:11)
Radebeuler HV – NSG EHV Aue 20:26 (9:18)
Die ersten beiden Oberligapartien hat die Radebeuler D-Jugend deutlich verpatzt. Vor allem gegen die Nachwuchsspielgemeinschaft aus Chemnitz sollten die Punkte eingefahren werden, was sich auch als lösbare Aufgabe herausstellte. Gegen die individuell und taktisch besser aufgestellten Spieler aus Aue war es von vornherein klar, dass man aufpassen musste nicht komplett unter die Räder zu kommen.
Die erste Begegnung gegen Chemnitz war also das Hauptspiel, wo die Punkte eingefahren werden sollten. Kurz und knapp gesagt, scheiterte man letztlich wieder an den selben Problem wie schon gegen den HSV Dresden in der Bezirksliga. Eine schlechte Trefferquote und ein desolates Eins-gegen-Eins-Verhalten.
Im Angriff konnte man den Mannen des RHV nicht einmal ein schlechtes Spiel unterstellen. Frisch und fröhlich versuchte man die neu erlernten, taktischen Mittel des Trainers umzusetzen. Das da der ein oder andere Fehler passiert ist normal und verzeihlich. Vor dem Tor dann aber 16 mal zu scheitern ist ein trauriges Bild was defnitiv nicht einer Oberliga würdig ist. Hier wird sich in den Köpfen die nächsten Wochen einiges tun müssen.
Apropos Kopf…. Auch in der Deckung wird er mehr und mehr benötigt. Der eine Abwehrspieler übergibt seinen Gegenspieler, der andere begleitet ihn wiederum und schon ist die Ordnung auseinander gebracht und ein Scheunentor ergibt sich dem Gegner.
Wenn die Ordnung dann einmal passte, war es ein leichtsinnig verlorener Zweikampf der dem Gegner die Chance zum einnetzen gab. Deckung ist Einstellungssache!
Auch ein nicht abzusprechender Kampfwille kann nichts helfen, wenn die Grundlagen nicht stimmen und jene werden halt einmal im Training gefestigt.
So musste man sich (sich selber) geschlagen geben und die Punkte auf der Minusseite verbuchen.
Gegen Aue zahlte man in der ersten Hälfte Lehrgeld. Das taktische Spiel der Truppe des EHV, wurde körperlos bis zum Torerfolg zelebriert. Bevor man sich versah, war der Ball schon im Netz. Geistig langsamer, aber bei weitem nicht körperlich. Im läuferischen Bereich standen sich beide Teams auf Augenhöhe. Ein besseres Spielverständnis und taktische Disziplin waren der Unterschied, warum der RHV um seine Tore kämpfte und der EHV um seine Tore spielte.
In der zweiten Hälfte zeigte sich dann, dass drei bis vier Spieler aus Aue diesen Unterschied ausmachten. Durch ihren Einsatz auf der Bank konnte der RHV wieder auf Augenhöhe, nein sogar ein klein wenig besser, mitspielen.
Tor um Tor pirschte man sich heran und betrieb Ergebniskosmetik.
Alles in allem blieb man dieses Wochenende weit unter seinen Möglichkeiten und verpasste womöglich die Chance unter die ersten 4 zu kommen.
Für den RHV spielten:
Alexander Riedel (TW), Dominic Tautz (3/0), Konstantin Zacher (1/1), Fabian Herzog (4/2), Fritz Findeisen (1/1), Dominc Fröming (1/2), Erik Scheuermann, Willi Wenzel (6/10), Lennard Hoffmann (3/4), Johannes Saske, Tillmann Schneider
Johannes Hartmann
Radebeuler HV - SV Koweg Görlitz 15:14 (07:07)
Radebeuler HV - LHV Hoyerswerda 23:20 (10:11)
Die D-Jugend des Radebeuler HV wahrt ihre Chance zur Teilnahme an der Endrunde. Nach dem verbockten Saisonstart gegen Chemnitz und Aue konnten mit zwei Siegen in der heimischen Lößnitzsporthalle über die beiden Vertreter aus Ostsachsen die ersten Punkte in der Sachsenliga eingefahren werden. Dabei fing alles gar nicht so vielversprechend an.
Mit zwei Toren strauchelten die Jungs des RHV dem Koweg aus Görlitz in der ersten Hälfte hinter her. Spielerische Akzente ließen sehr zu wünschen übrig. Willi Wenzel war es durch starke Einzelaktionen zu verdanken, den Anschluß zu halten. Mit der Zeit rüttelte sich die Mannschaft aber auf und konnte durch einfache Ballstafetten die Abwehr der Görlitzer durchbrechen. So schön das Mannschaftsspiel dann aber auch anfing ins rollen zu geraden - rein muss der Ball schon noch! Hier präsentierte sich der RHV leider schon gewohnt schwach. Immerhin hat es gereicht, sich auf ein 7:7 zur Halbzeit heran zu mausern.
Der Start in die zweite Hälfte der Partie gehörte deutlich dem RHV. Aus einer guten Deckung heraus gelang es sich in einer Torserie von 5:1 auf 12:8 abzusetzen. Wenn es nun einfach nur möglich gewesen wäre eine mittelklassiche Leistung abzufahren, dann wäre der Sieg sicher gewesen. Der Schlendiran zog jedoch weiter durch die Truppe. Technische Fehler, eine desolate Wurfausbeute und eine mangelnde Laufbereitschaft über alle Positionen luden die Görlitzer wieder zum Anschluss ein. Beim 14:14 spielten die RHV-Eleven nach einer Auszeit ganz cool einen sicheren Torerfolg ein und konnten in den folgenden 25 Sekunden das Tor vernageln. Alles in allem: Nicht schön, aber 2 Punkte!!!
Eine solide Deckungsleistung konnte aus dem Spiel gegen die Koweg aber notiert werden. Jene sollte auch gegen Hoyerswerda der Schlüssel zum Erfolg werden.
Wie schon zuvor blieb man die Anfangsphase im Hintertreffen (2:4; 4:7; 8:10;).
Anders als im ersten Spiel präsentierten sich die Radebeuler nun aber sehr lauf- und spielfreudig. Von Anfang an wurden Chancen über die gesamte Breite des Feldes getragen. Dem bis dahin ungeschlagenen LHV wurde es so sehr schwer gemacht, sich auf unser Spiel einzustellen.
Anders gestaltete es sich in den Defensivreihen des RHV. Von Minute zu Minute stellte man sich auf die spielstarke Aufbaureihe des LHV ein. Zu Beginn der zweiten Hälfte (10:11) brachte man dies vollendet unter Kontrolle. Im starken Deckungsverband errang man die Bälle und ging in die 2.Welle. Den Rest machte ein organisiertes Angriffsverhalten aus, bei dem sich jeder in Szene setzte. Nahezu jeder Angriff wurde flüssig und routiniert herunter gespielt UND erfolgreich abgeschlossen.
Unser Rückhalt Johann „Jodel“ Gössel glänzte vor allem mit vielen gefischten Bällen aus der Fernwurfzone. Ein geschnürtes Gesamtpaket wo nun ein Deckel drauf muss, um es zu konservieren. Das beste Spiel der laufenden Spielsaison.
Durch beide Siege steht man nun auf dem vierten und letzten Qualifikationsplatz um die Endrunde. Der RHV hat es nun selber in der Hand, denn der HSV Dresden ist eng auf den Fersen. Ein Sieg im direkten Duell (am 22.04. 13 Uhr in der Lößnitzhalle) macht uns jenen Tabellenplatz schon fast unstrittig.
Für den RHV spielten:
Johann Gössel (TW), Dominic Tautz (n/4), Konstantin Zacher (1/3), Jason Thiele, Fabian Herzog (2/2), Fritz Findeisen, Dominc Fröming (0/1), Erik Scheuermann, Willi Wenzel (6/10), Lennard Hoffmann (5/1), Tillmann Schneider (1/2)
Johannes Hartmann
Radebeuler HV - HSV Dresden 22:21 (10:12)
Nicht nur ein Derby bekam der Zuschauer in der Lößnitzhalle am Sonntag geboten, auch ein wegweisendes Spiel, bei dem der Gewinner sich Hoffnung auf die Endrunde machen konnte.
Als derzeit vierter mit 4:4 Punkten hatten die Radebeuler vor den Landeshauptstädtern mit 3:5 Punkten die bessere Ausgangslage. Ein Sieg im heutigen Spiel würde dem RHV sogar einen Patzer in den letzten beiden Leipzig Spielen gestatten, sich trotzdem unter den ersten vier Plätzen zu qualifizieren.
Vielmehr brannte es den Jungs jedoch unter den Fingernägeln die desolate 18:28 Niederlage aus der letzten Bezirksligapartie wieder gut zu machen.
Nicht außer Acht zu lassen ist dabei aber, dass der HSV Dresden sich stetig mausert und nicht zuletzt durch die 3 Spieler des ESV Lok Pirna, in der Breite besser aufgestellt ist.
Die Partie, angepfiffen von den Spfrd. Fährmann/Hartmann, begann gleich zu Beginn richtig mit Feuer und Tempo. Abgelegt schien jeder Respekt und die Aufregung der Sachsenliga. Auf beiden Seiten wurde hart aber fair agiert, sodass bereits in der 3.Minute die ersten beiden gelben Karten verteilt waren. Die Progression nahm im Lauf des Spieles so auch weiter ihren Lauf. Leider stellte sich dabei der RHV zu meist etwas tapsig an und kassierte 2 Minuten-Strafen, trotz erfolgreichem Gegentor. In jenen Situationen war die Spielhärte daher als unnötig zu deklarieren, zumal sie dem Radebeuler Spiel hätte schaden können. Dies tat es der heutigen Radebeuler Mannschaftsleistung wegen aber nicht! Auch wenn Willi, Tautzi und Fabi sich oftmals auf die Bank verabschieden durften, so lief das Spiel trotzdem rund.Vor allem Johannes konnte sich in der Aufbaureihe seinen Respekt verschaffen und den Dresdener Defensivblock aufwirbeln. Schade das ihm ein Torerfolg verwehrt blieb.
Ab der 7.Minute konnte sich der HSV auf Grund seines bis dahin fehlerlosen Spieles erstmals auf 6:8 absetzen. In jener Zeitspanne bis zur Halbzeit konnte der RHV oftmals nicht erfolgreich abschließen. Zum Glück der Hausherren haben die Dresdener nun auch so manchen Ball vertändelt, was dem RHV bis zur Pause auf 10:12 im Spiel hielt.
In der zweiten Halbzeit brachte die 3:3-Deckung der Radebeuler Jugend dann die Wende. Mit der Raumdeckung haben sich die Dresdener schon immer etwas behäbiger angestellt, sodass der RHV bald wieder aufschließen konnte (14:14). Zu vorherigen Spielen hat sich der HSV jedoch in einigen spielerischen Methoden gegen unsere Deckungsreihe verbessert. So geschah es oft das der HSV eher in der Lücke stand als sie geschlossen werden konnte. Endkonsequenz waren sechs 7-Meter-Entscheidungen, welche 100%ig verwandelt wurden. Der Torerfolg des HSV Dresden war daher am Individualverhalten jeden Deckungsspielers fest zu machen. Das schwache Glied in der Deckung fand der HSV heute leider sehr oft.
Entgegen sprach diesem aber der starke Angriff, der immer wieder nachlegen konnte. Mit 16:15, 17:16, 18:17 und 19:18 hielt der RHV nun auch sichtlich das Spiel in der Hand. An den eigenen Fehlern lag es, einen erkämpften Ball in der Deckung gleich im nächsten Fehlpass zu verschenken, dass der RHV sich nicht entscheidender absetzen konnte.
Mit dem 19:20 sah man sich kurzzeitig sogar wieder im Hintertreffen, ehe man über eine Auszeit (28:20 Min.) wieder auf eine 21:20 -Führung gehen konnte. Die Auszeit des Gastes (29:15 Min.) folgte nur kurz darauf. Bei noch 45 Sekunden Spielzeit mussten sich nun unsere Jungs in taktischer Disziplin üben. Klare Ansage war es nun eine robuste Deckung zu stellen und bei einem eventuellen Gegentreffer die Zeit ruhig herunter zu spielen, ehe man den erneuten Torerfolg suchen würde. Also klar: Entweder unentschieden oder wir gewinnen, aber nichts anderes!
Dem Trainer zur Freude konnten die RHV-Eleven, nach dem 21:21 durch den zweikampfstarken Janis Ballmann von Pirna, ihre taktische Disziplin unter Beweis stellen. In den verbleibenden 25 Sekunden wurde ruhig ein Aufbauangriff zelebriert, bei dem Willi und Lennard auf der linken Seite die Deckung entscheidend binden konnten. Ein Pass an den Kreis ließ sich Dominic Fröming nicht nehmen, den Siegtreffer Sekunden vor dem Ende zu erzielen.
Fazit:
Spielspass, Siegeswille und Kampf sorgen für ein lauffreudiges Geschehen was sich sehen lassen kann.
Kritisches Fazit:
Es bleibt dabei. Mit einer individuell besseren Abwehrleistung hätte man dem HSV den Schneid viel eher abnehmen können. Hier müssen die Jungs noch blickiger werden.
Für den RHV spielten:
Johann Gössel und Alexander Riedel im Tor, Dominic Tautz (4), Konstantin Zacher (1), Jason Thiele, Fabian Herzog (1), Fritz Findeisen (3), Dominic Fröming (2), Erik Scheuermann, Willi Wenzel (7/1), Lennard Hoffmann (3), Johannes Saske, Tillmann Schneider.
Johannes Hartmann
Radebeuler HV - SG LVB Leipzig 22:17 (11:08)
Radebeuler HV - SC DHfK Leipzig 29:20 (15:12)
Der RHV sichert sich als Vorrunden dritter den Einzug in die Endrunde.
Mit den letzten beiden Partien der Sachsenliga-Vorrunde sollten in der Brüderstraße zu Leipzig gegen die Messestädter der LVB und des SC DHfK die noch nötigen Punkte zur Qualifikation eingefahren werden. Vom Papier her war dies definitiv eine machbare Aufgabe.
So starteten die D-Junioren des RHV im ersten Spiel gegen die SG LVB auch gleich erwartungsgerecht mit einem Orkan an Toren durch. Beim 9:3 nahm der Trainer nun bewusst ein wenig den Wind aus die Segel, um die anderen in die Verantwortung zu rufen und die Hauptaufbaureihe für das wichtigere Spiel gegen die Sportfreunde der DHfK zu schonen. Ab da schlichen sich im Radebeuler Spiel ein wenig die Fehler ein, sodass über die Halbzeitpause hinweg die LVB sogar wieder auf 11:11 aufschließen konnte. Der RHV fing sich aber wieder und enteilte von da an zum 11:18. Bis zum Abpfiff konnten die Leipziger nun nicht mehr entscheidend ins Spiel eingreifen.
Viel mehr Gefahr ging uns nun mehr von den Sportlern der DHfK aus. Mit zwei Siegen aus den heutigen Spielen, war die theoretische Möglichkeit da, uns noch den Qualifikationsplatz abzurennen. Bekräftigt wurden jene Befürchtungen in unserer Pause, in der die DHfK gegen den HSV Dresden achtvoll spielte. Erst in der zweiten Hälfte konnte sich der HSV ins Spiel bringen und die Punkte über die Berge retten. Somit war gewiß als dritter der Sachsenliga qualifiziert zu sein.
Auch wenn man nun schon durch war, so wollte man sich doch selber beweisen jene Aufgaben zu bewältigen.
Konzentriert startete man in das zweite Spiel gegen die DHfK durch. Durch eine gut funktionierende Deckungsleistung erspielte man sich die ein oder andere Konterchance und konnte so in der ersten Hälfte den Unterschied von 3 Toren besser sein. Vor allem Fabian schien heute seinen Tag gehabt zu haben. Als Mitte baute er das Spiel über seine Halben koordiniert auf und konnte durch seine Trippelkünste sehr viel Torgefahr ausstrahlen und 7 mal einnetzen.
Über die zweite Hälfte hinweg bewies der RHV Konstanz und baute somit seine Führung weiter aus.
Besonders positiv zu erwähnen war heute, das sich jeder konzentriert eingebracht hat und es dem Trainer somit möglich war, in der Wechselpolitik wild herum zu rollieren. Das Spiel verlor trotzdem nie seinen Faden und das Tempo konnte somit stetig hoch gehalten werden.
Die Mannschaft wächst mit ihren Aufgaben immens weiter, was für die Endrunde am 13.05. recht zuversichtlich stimmt.
Für den RHV spielten:
Johann Gössel und Alexander Riedel im Tor, Dominic Tautz (0/6), Kostantin Zacher(1/2), Jason Thiele (2/2), Fabian Herzog (0/7), Fritz Findeisen (4/3), Dominic Fröming (2/0), Erik Scheuermann (1/1), Willi Wenzel (7/5), Lennard Hoffmann (2/3), Johannes Saske (1/0).
Johannes Hartmann