DatumHeimGastTore
Sa 12.09.09Radebeuler HVEHV Aue II30:28
Sa 31.10.09Radebeuler HVHSV Glauchau34:39

Radebeuler HV - EHV Aue II 29:27 (12:08, 24:24, 26:26) n.V.

Beim Fußball sieht man es relativ häufig, beim Handball ist es eher selten, nämlich, dass eine niederklassige- eine höherklassige Mannschaft im Pokal bezwingen kann.
So geschehen am Samstagnachmittag in der Radebeuler Lößnitzsporthalle.
Dort bekam es der Radebeuler HV im Rahmen des Molten-Pokals mit der Bundesligareserve des EHV Aue zu tun.
Die RHV-Männer hatten sich vorgenommen, sich so teuer wie möglich zu verkaufen und das taten sie auch mit Bravour.
Grundstein für den Sieg war die hoch konzentrierte und sehr bewegliche Abwehrarbeit der Radebeuler. Die Gäste fanden kaum zu einem konstruktiven Angriffsspiel, verstrickten sich immer wieder in Einzelaktionen, die aber auch selten zum Erfolg führten. Und so kam es nicht von Ungefähr, dass die Erzgebirgler zu Halbzeit ganze 8 Tore auf der Habenseite verbuchen konnten.
Im zweiten Durchgang schlichen sich dann doch einige Fehler ins Radebeuler Spiel. In der Abwehr nicht mehr so beweglich und im Angriff zu fehlerbehaftet, machte man den Gegner wieder stark und begann in der 49. Minute beim Spielstand von 20:20 die Partie quasi wieder von vorn.
Befeuert durch die erfolgreiche Aufholjagd zeigte dann doch der Oberligist warum er eine Klasse höher spielt als der RHV. Während Radebeul technische Fehler im Angriff produzierten machte er die wichtigen Tore und als das 21:24 fiel, glaubten wohl nicht mehr viele in der Halle, dass das Spiel noch mal gedreht werden könnte. Drei Tore in Folge in den letzten 2 Minuten waren die Folge eines sich noch einmal aufbäumenden Außenseiters und beim Spielstand von 24:24 ging’s in eine 10 minütige Verlängerung.
Während die Radebeuler Männer jetzt noch mal die 2. Luft bekamen merkte man den Gästen eine gewisse Verunsicherung an, die darin gipfelte, dass sie sich in den letzten 7 Spielminuten 3 Zeitstrafen einhandelten und fast permanent in Unterzahl agieren mussten.
Das 26:27 war das letzte Tor, das die Hausherren den Auern noch gestatteten, danach regierte nur noch der RHV, wie die begeisterten Anhänger von den Rängen skandierten.
29:27 vermeldete nach 70 Spielminuten die Anzeigetafel und ein verdienter Sieger ließ sich vom Publikum feiern.
Das war eine furiose Leistung der Radebeuler Männer, die Appetit auf die Saison macht, an der sich die Mannschaft aber auch zukünftig messen lassen muss.

RHV mit: V. Braun, H. Frey, H. Kettwig (5), C. Herrmann (3), R. Wogatzke (2), L. Mittag (1), S. König (2), D. Kießling (8), J. Hartmann, S. Lasonczyk (2), D. Krabel (1), T. Rißmann (5), T. Jeutner

Ulf Schütze
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Radebeuler HV – HSV Glauchau 27:31 (13:15)

In der 2. Runde des Sächsischen Moltenpokals hatte der Radebeuler HV mit dem HSV Glauchau, wie schon in der 1. Runde, einen Oberligisten zu Gast.
Nachdem die RHV Männer schon in dieser 1. Runde für eine kleine Sensation gesorgt hatten, wollten sie sich auch in dieser Partie keineswegs vor dem Kontrahenten verstecken.
Das eigene Potential abrufen, unverkrampft aufspielen und dann mal schauen, was zum Schluss noch geht, das war die Devise.
Die ersten 2 Tore der Partie gehörten dem HSV. Doch spätestens, als der 3 Angriff durch unsere Abwehr abgefangen war und nach anschließendem Konter der Ball Gästetor zappelte, war der Respekt vor dem Gegner abgelegt.
Zwar gelang es den Hausherren über die gesamte Partie nicht einmal in Führung zu gehen, aber sie blieben immer, durch teils sehenswerte Spielzüge, am Gegner dran (2:2, 4:4, 5:6).
Das verursachte beim Gästetrainer dringenden Gesprächsbedarf, den er in der 13. Spielminute mit der grünen Karte anmeldete.
Doch Besserung aus Sicht des Oberligisten stellte sich nicht ein. Auf jedes Tor der Gäste hatten die Hausherren eine Antwort parat, mehr als eine 2 Tore Führung wollte zunächst nicht gelingen (5:7, 6:8, 7:9).
Zum Ende der ersten Hälfte stellten sich bei den Radebeulern jedoch ein paar Konzentrationsmängel ein. Die 1 gegen 1 Situationen in der Abwehr wurden 2-3-mal nicht konsequent angenommen, was den Gästen einfache Tore ermöglichte und in der Offensive leistete man sich technische Fehler, was zu Tempogegenstößen führte. Glück in dieser Phase für den RHV, das es die Gäste auch nicht besser machten und mit Fehlpässen und Fehlwürfen glänzten. Trotz allem bauten sie ihre Führung auf 7:11 und später 8:12 aus.
Jetzt war es der Radebeuler Coach, der in der 22. Minute die Auszeit beantragte. Ordnung musste wieder ins Abwehrgefüge. Die Defensive solle den Gegner zu längeren, kräftezehrenden Positionsangriffen zwingen, um den Gästespielern ein Stück weit Selbstvertrauen und Kraft zu rauben.
Das gelang jedoch nur teilweise. Die Abwehr stabilisierte sich zwar wieder, aber die Offensive sündigte mit ihren Möglichkeiten.
Zum Ende des ersten Durchganges hatte man die Möglichkeit in teilweise doppelter Überzahl den Ausgleich wieder herzustellen, doch scheinbar war man selbst zu überrascht, dass das bis hierher eigentlich gut funktionierende Überzahlspiel nicht wie gewünscht fruchtete und der Rückstand „nur“ bis auf zwei Tore verkürzt werden konnte.
Trotz allem, das Radebeuler Trainergespann wars in der Kabine zufrieden. Bisher hatte das Team gut mitgehalten und für den zweiten Durchgang war alles offen, zumal man mit Ballbesitz beginnen durfte und noch 30 Sekunden numerische Überzahl bestand.
Und diese Überzahl wurde auch prompt genutzt. Vom Anwurf weg erzielten die Lößnitzstädter den Anschlusstreffer und anschließend nach gelungener Abwehraktion via Konter den Ausgleich. So hatte man sich das auf der Radebeuler Bank vorgestellt.
Nicht vorgestellt hatte man sich allerdings, dass dieser schnelle Ausgleich in den eigenen Reihen für mehr Unruhe sorgte als beim Gegner. Offensichtlich meinte die Mannschaft jetzt innerhalb von 5 Minuten das Spiel entscheiden zu müssen und verrannte sich total.
Fünf Tore in Folge für die Gäste waren das Fazit dieses Treibens und letztlich doch die Vorentscheidung. Diesen 5 Toren rannten unsere Männer dann bis zum Ende erfolglos hinterher. Zweimal gelang es uns noch bis auf zwei Tore aufzuholen (17:20, 23:26), aber um doch noch eine Wende herbeizuführen fehlte letztlich ein bisschen das Glück und die Cleverness. Die Glauchauer spielten den schwer erkämpften Sieg routiniert zu Ende und dürfen nun in die 3 Runde ein ziehen.
Fazit der Veranstaltung: Wieder eine gute Partie der Radebeuler Männer, vor allem im kämpferischen Bereich. Wenn es uns jetzt gelingt die in den Ligaalltag mitzunehmen, dann kann das noch eine sehr spannende Saison werden.

RHV mit: V. Braun, H. Frey, H. Kettwig (4), C. Herrmann (4), L. Mittag (1), S. König (1), D. Kießling (7), J. Hartmann (5), S. Lasonczyk (1), D. Krabel (4), T. Rißmann, T. Jeutner.
Ulf Schütze
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